Erfolgsfaktoren guter Beratung

Aus der Betriebswirtschaft kennen wir das Wirtschaftlichkeitsprinzip, wonach wirtschaftlich handelnde Organisationen bestrebt sind:

Ein gegebenes Ziel mit einem Minimum an Aufwand oder mit einem gegebenen Aufwand ein Maximum an Ergebnis zu erzielen.

Heerscharen von Beratern haben sich in den vergangenen Jahrzehnten getreu diesem Motto daran gemacht, entweder Leistungsverbesserungen mit unterschiedlichen Managementstrategien zu erzielen, oder untersucht, wie Leistungen kostenoptimierter erbracht werden können. Die Ergebnisse, die dabei erzielt worden sind, waren durchaus unterschiedlich.

Nach vielen Beratungsprojekten bei mittelständischen Unternehmen und bei Konzernen kann ich durchaus mit den Wölfen heulen. Ein Beratungsprojekt ist immer so erfolgreich, wie die Menschen, die damit beschäftigt sind, es umsetzen.

Ähnliche Probleme habe ich bei der Weiterbildung von Menschen kennen gelernt. Sie gehen zu einem Seminar, kommen voller Power wieder zurück an ihren Arbeitsplatz und das liegen- gebliebene Tagesgeschäft trifft sie mit voller Wucht. All das Wissen und Können, was sie nicht innerhalb kürzester Zeit in die Tat umsetzen, reduziert sich innerhalb weniger Tage auf 30%. Allzu oft ist das Erlernte für den Papierkorb.

Damit will ich nicht sagen, dass Beratungsprojekte oder Weiterbildung nicht erfolgreich sind. Was ich sagen möchte ist, dass es auf den Menschen ankommt, der es umsetzt.

Diese Tatsache hat die Aufgabenstellung an die Beraterszene in den letzten Jahren erheblich verändert. Viele Unternehmen wissen, wenn ich heute nicht Maßnahmen ergreife, um effektiver “(die Leiter an die richtige Wand legen”) und effizienter (“die Leiter an der richtigen Wand mit dem geringsten Kraftaufwand heraufklettern”) zu werden, werde ich morgen die Folgen tragen.

Die Anforderung an ein erfolgreiches Beratungsprojekt ist heute, Verbesserungsprozesse in den Unternehmen nachhaltig zu implementieren, indem sie von einer gesicherten Wissensbasis aus Menschen dazu bringen, die Ideologie kontinuierlicher Verbesserungsprozesse zu verinnerlichen und zu leben und ihnen das Bewusstsein geben, dass sie auf dem Platz, wo sie stehen, ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg sind

Dabei muss die Betrachtungsweise immer ganzheitlich sein. Alle Aktivitäten entlang des Wertschöpfungsprozesses müssen vom Kunden ausgehen und müssen beim Kunden enden. Das Gleiche gilt für die Informationskette, nur in umgekehrter Marschrichtung.

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